Abstauben

Für die Narrenzunft Dauchingen beginnt die Fasnet traditionell mit dem Abstauben am Dreikönigstag.

Das Abstauben findet in der Festhalle in Dauchingen statt.

Unter den Klängen des Trauermarsches wird in einem Sarg ein Dauchinger Teufel hereingetragen. Der tiefschlafende Teufel wird zum Leben erweckt und ihm werden die letzten Staubkörnchen abgewischt. Mit einem mächtigen Satz springt der Teufel in die Zuschauer hinein und eröffnet damit die Dauchinger Fasnet. Danach erfolgt die Aufnahme der neuen aktiven Mitglieder. Diese müssen ein Gelöbnis ablegen. Ihnen werden Schemme und Fuchsschwanz überreicht und nach Verabreichung des Teufelstranks sind sie offizielle Mitglieder unserer Zunft.

Baumholen/Puppe basteln

Am folgenden Wochenende trifft sich eine Vielzahl von männlichen Mitgliedern zum Baumholen vor der Zunftstube. Bewaffnet mit Äxten und Schäleisen zieht der lange Zug in den Wald. Der Baum wird in altbewährter Handarbeit geschlagen.

Nach dem Entasten und Schälen wird der Baum an einen Traktor gespannt und der ganze Tross begibt sich wieder ins Dorf zurück. 

Am selben Tag treffen sich die Frauen der Teufel um die Strohpuppe für das Fasnetverbrennen zu basteln.

Schmotziger Dunstig

Ein volles Programm erwartet uns am Schmotzigen Dunstig, dem für uns wichtigsten Tag in der Fasnetzeit. Frühmorgens beginnt der Tag mit dem "morgentlichen Wecken". Im Laufe des Vormittags statten wir unseren Kleinsten im Kindergarten einen Besuch ab. Später stürmt eine große Abordnung von Hästrägern (seit 1981) die Dauchinger Schule, um die armen Schüler von ihrem Joch zu befreien. Um 13.00 Uhr findet dann der Kinderumzug durch Dauchingen statt. Mittags ab 14 Uhr ist dann Kinderfasnet in der Festhalle, bei der die Kinder mit vielen Spielen und flotter Musik unterhalten werden. Ernst wird es dann am Spätnachmittag bei der Bürgermeisterverhaftung (seit 14.02.1980) und dem Narrenbaustellen. Die Teufel finden sich mit musikalischer Begleitung und dem Narrenbaum um 17 Uhr vor dem Rathaus ein. Eine Abordnung stürmt das Rathaus, um den Schultes in Gewahrsam zu nehmen. Mit dem Narrenbaum geht es für den Bürgermeister an die Zunftstube, wo ihm vor dem Narrengericht der Prozess gemacht wird (seit 2017). 

Danach wird vor dem Zunftstüble in der Wilhelm-Feder-Straße unter Einsatz aller Kräfte der Baumsteller der Narrenbaum gestellt. Der Narrenbaum wird verlost - jeder kann bis Fasnets-Ziischtig Lose dafür kaufen. Der Erlös kommt unserem Patenkind in Tansania zu Gute.

Anschließend herrscht im Zunftstüble, in der Teufelsbar und in den Gaststätten von Dauchingen närrisches Treiben.

Bürgerball

Pünktlich um 19.33 Uhr wird der alljährliche Bürgerball eröffnet. Den Auftakt bildet die unheimliche und furchterregende Zubereitung des "Teufelgesöffs". So mancher Zuschauer kann ein Lied von diesem Gebräu singen. Weiterhin fest etabliert haben sich das Damen- und Herrenballett. Weitere lustige und musikalische Einlagen machen den Dauchinger Bürgerball weit über die Grenzen der Gemeinde bei Jung und Alt beliebt und bekannt.

Fasnetzischtig

Am Fasnet-Dienstag findet die für uns traurigste Zeremonie statt. Nach dem Durchstreifen sämtlicher Wirtschaften, in denen jeweils dem Wirt(in) die Meinung gesagt wird, versammelt man sich zur Verbrennung der Fasnet vor dem Rathaus. Mit der Fasnetverbrennung endet die schönste Zeit, und die Regentschaft wird wieder an den Schultes zurückübergeben und der Narrenbaum gefällt.

Aschermittwoch

Am Aschermittwoch trifft man sich traditionell zum Schneckenessen, um die Fasnet abzuschließen.

Baum-Auslieferung

Kurz nach der Fasnet treffen sich die Baumsteller um den versteigerten Narrenbaum auszuliefern. Der Narrenbaum wird in 1-Meter-Stücke zersägt und dem Gewinner der Verlosung vom Dienstag ausgeliefert.